Verkehr

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Ulm ist auf eine funk­tio­nie­ren­de Ver­kehrs­in­fra­struk­tur ange­wie­sen. Vie­le Zehn­tau­send Men­schen müs­sen sich jeden Tag in der Stadt bewe­gen, um zur Arbeit zu fah­ren, Ein­käu­fe zu erle­di­gen oder für Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten. Zudem sind die Unter­neh­men auf den Trans­port von Waren ange­wie­sen.

Ein wesent­li­cher Stand­ort­fak­tor für Ulm ist daher sei­ne gute Ver­kehrs­an­bin­dung. Die Lage am Auto­bahn­kreuz der A8 und der A7, die Anbin­dung an die Eisen­bahn­ma­gis­tra­le Stutt­gart-Mün­chen und die Rol­le als Kno­ten­punkt für die Bahn­ver­bin­dun­gen zum Boden­see und ins All­gäu waren und sind wich­ti­ge Vor­tei­le für die Wirt­schafts­kraft unse­rer Stadt.

Um die­se Stand­ort­vor­tei­le auch in Zukunft zu sichern, hat sich die Ulmer FDP mit gro­ßer Kraft für das Pro­jekt Stutt­gart 21 ein­ge­setzt. Neben der über­re­gio­na­len Bedeu­tung die­ses wich­ti­gen Inves­ti­ti­ons­vor­ha­bens erge­ben sich für Ulm als Stand­ort für die Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Tou­ris­mus durch die wesent­lich schnel­le­re Anbin­dung an die Lan­des­haupt­stadt und die direk­te Anbin­dung an den Flug­ha­fen Stutt­gart und die Lan­des­mes­se neue Mög­lich­kei­ten. Wir wol­len daher auch wei­ter für die zügi­ge Umset­zung die­ses Pro­jek­tes kämp­fen.

Eine Stadt ohne Indi­vi­du­al­ver­kehr ist für nie­man­den vor­stell­bar und wäre auch nicht funk­ti­ons­fä­hig. Extrem weni­ge Bür­ger wol­len auf den Frei­heits­grad „Auto­mo­bil“ ver­zich­ten, des­we­gen kann aus Sicht der FDP nur die bes­se­re Ver­net­zung des Indi­vi­du­al­ver­kehrs mit dem ÖPNV die zukunfts­ge­rich­te­te Lösung sein, um einen staufrei­en Ver­kehrs­fluss zu errei­chen.

Schad­stoff- und Geräusch­emis­sio­nen bei­der Ver­kehrs­trä­ger haben sich in den letz­ten 10 Jah­ren dra­ma­tisch ver­bes­sert, die aktu­el­le CO2-Dis­kus­si­on führt unwei­ger­lich zu noch bes­se­ren Antriebs­kon­zep­ten hin­sicht­lich Ver­brauch und Schad­stof­fen.

Daher stellt sich die FDP gegen den Wahn, im gesam­ten Stadt­ge­biet ein flä­chen­de­cken­des Tem­po 30 ein­zu­füh­ren. Für Wohn­ge­bie­te ist Tem­po 30 zum Lärm­schutz und für die Sicher­heit sehr sinn­voll, aber die Durch­gangs­stra­ßen und die gro­ßen Ver­kehrs­adern dür­fen nicht in Ihrer Leis­tungs­fä­hig­keit durch unsin­ni­ge Tem­po­be­schrän­kun­gen beein­träch­tigt wer­den.

Anstatt das Auto zu ver­teu­feln und aus Ulm zu ver­trei­ben, set­zen wir auf sach­ge­rech­te Infra­struk­tur, zu der auch Park­plät­ze in aus­rei­chen­der Zahl gehö­ren. Die Belas­tung durch lang umher­fah­ren­de Fahr­zeu­ge auf der Suche nach einer Park­mög­lich­keit kann so ver­mie­den wer­den. Einer Ver­kehrs­po­li­tik der Restrik­ti­on, die dar­auf abzielt, eine Fahrt nach Ulm so unat­trak­tiv wie mög­lich zu machen, erteilt die Ulmer FDP eine kla­re Absa­ge!

Dane­ben gilt es, den ÖPNV wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und den Rad­ver­kehr zu för­dern. Daher unter­stützt die FDP sowohl den Aus­bau der Stra­ßen­bau mit der neu­en Linie 2 als auch die Aus­wei­tung des Rad­we­ge­net­zes.