Familien-, Sozial- und Jugendpolitik
Menschenwürde, Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstentfaltung gelten für alle, unabhängig von sozialem Status, Alter, Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung, Religion oder Behinderung. Möglich sind sie aber nur, wenn die sozialen Grundlagen dafür stimmen. Deshalb stehen wir Freie Demokraten für eine soziale Kommunalpolitik. Unser Ziel ist, den Menschen in Ulm möglichst viele Chancen zur eigenverantwortlichen Lebensgestaltung zu eröffnen.
Unsere soziale Verantwortung sehen wir darin, Menschen zu befähigen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, unabhängig von Alter und Herkunft. Wir wollen große Gestaltungsräume für alle schaffen, die ihr Leben und ihre Zukunft in die eigene Hand nehmen können. Sozialpolitik heißt für uns Hilfe zur Selbsthilfe statt dauerhafter Abhängigkeit.
Kinder und Jugendliche brauchen die bestmögliche Unterstützung beim Aufwachsen und bei der Entwicklung ihrer Potenziale. Für die Kommunalpolitik heißt das, gute Rahmenbedingungen für Familien zu schaffen. Familien mit Kindern brauchen besondere Förderung. Und sie brauchen Freiräume unter erfahrener Anleitung: Grünflächen, Spiel- und Bolzplätze, gut geführte Jugendeinrichtungen wie Jugendhäuser, dazu die Arbeit in den Vereinen.
Kinder und Jugendliche aus Familien, die ihnen keinen ausreichenden Halt geben können, brauchen Hilfe. Dafür müssen Schulen und Jugendhilfe früh und umfassend zusammenarbeiten.
Wir setzen uns für die Unterstützung des Ulmer Frauenhauses ein. Es ist die erste Anlaufstelle für misshandelte Frauen und Kinder. Ihr Schutz gehört zu den vorrangigen Aufgaben kommunaler Sozialpolitik und des bürgerschaftlichen Engagements.
Menschen mit Behinderungen muss die Stadt Teilhabe und eigenverantwortliches Handeln erleichtern. Über ihre Köpfe hinweg darf nicht entschieden werden. Sie gehören aktiv in die Entscheidungsprozesse eingebunden. Inklusion ist für uns Ausdruck eines selbstbestimmten Lebens und ein wesentlicher Teil liberaler Sozialpolitik. Wir unterstützen Angebote, die auf besondere Bedürfnisse zugeschnitten sind, damit Menschen ihre Potenziale entfalten können.
Der demografische Wandel stellt die Kommunalpolitik vor neue Aufgaben. Erfahrung und Fähigkeiten älterer Menschen sind ein Gewinn für die Stadt, den wir nutzen wollen. Zugleich braucht es Hilfe dort, wo der Alltag schwerer wird. Wir unterstützen ältere Menschen dabei, sich ein Umfeld für ein eigenständiges Leben zu gestalten. Liberale Kommunalpolitik fördert Wege in die Selbstständigkeit und das ehrenamtliche Engagement aus der Bürgerschaft.
Einsamkeit nimmt zu. Es ist nicht Aufgabe der Stadt, soziale Nähe zu organisieren. Ihre Aufgabe ist es, bestehende Angebote sichtbar zu machen, sie zu vernetzen und den Zugang einfach zu halten.
Der Austausch zwischen den Generationen ist ein Eckpfeiler der Gesellschaft. Zwischen Jung und Alt ist er ein Geben und Nehmen. Er entsteht vor allem im täglichen Umgang miteinander.